Präzisionswerkzeuge

Andrea Gillhuber,

Walter schließt Produktionsstandort Frankfurt

Der Präzisionswerkzeughersteller Walter plant, seine Produktionskapazitäten in Deutschland zu reduzieren. So soll die Produktion am Standort Frankfurt bis 2021 auslaufen. 

Walter lässt die Produktion am Standort Frankfurt bis 2021 auslaufen. © Walter AG

Walter plant die Produktion am Standort Frankfurt auslaufen zu lassen. Die dort gefertigten Produkte sollen bis zum Frühjahr 2021 an andere Standorte der Gruppe verlegt werden. Das Unternehmen reagiert damit auf die geänderten Marktanforderungen. Von der geplanten Schließung des Produktionsstandorts sind rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.

“Dieses Vorhaben fällt uns nicht leicht, vor allem im Hinblick auf die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Richard Harris, Vorstand des Präzisionswerkzeugherstellers Walter mit Stammsitz in Tübingen. „Wir sehen eine abflachende Marktentwicklung und müssen jetzt Maßnahmen ergreifen, wenn wir unsere wettbewerbsfähige Marktposition und Profitabilität behaupten wollen. Eine volle Aufrechterhaltung unserer derzeitigen Produktionskapazitäten in Deutschland wird bald nicht mehr wirtschaftlich sein.“

Gleichzeitig soll die Internationalisierung vorangetrieben werden: „Die größten Wachstumspotenziale für unsere Zielbranchen liegen in den nächsten Jahren im Wirtschaftsraum Asien-Pazifik sowie den USA“, erläutert Harris. „Mit dem Ausbau unserer internationalen Präsenz und unserer erfolgreichen Positionierung als Entwicklungspartner für unsere Kunden sind wir in diesen Märkten sehr gut aufgestellt.“

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Walter hat sein Geschäft in den letzten Jahren in Richtung der internationalen Märkte verlagert. „Weil die Nähe zum Kunden weltweit immer wichtiger wird, wächst in unserem Heimatmarkt das Missverhältnis zwischen unseren Produktionskapazitäten und unserem hier erzielten Umsatz. Dem müssen wir uns stellen“, sagte Harris.

“Uns sind die Auswirkungen auf die betroffenen Kolleginnen und Kollegen bewusst, und wir werden versuchen, die damit verbundenen Belastungen so gering wie möglich zu halten”, sagte Harris. „Dieses Thema wird bei den Verhandlungen mit dem Betriebsrat eine wichtige Rolle spielen.“

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