Umsatztreiber Zerspanungswerkzeuge

Hahn+Kolb verzeichnet 13,5 Prozent Wachstum in 2017

Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant Hahn+Kolb hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz um 13,5 Prozent auf 285 Millionen Euro gesteigert. Im Fokus standen dabei die Bereiche Zerspanung, Mess- und Prüftechnik sowie Betriebseinrichtungen. Hahn+Kolb versorgt Kunden aus zahlreichen Branchen, unter anderem aus der Automobil- und Maschinenbaubranche. Für 2018 – das Jahr des 120-jährigen Bestehens – strebt das Unternehmen ein vergleichbares Wachstum an und investiert weiterhin vor allem in ein zukunftsorientiertes Produktportfolio, in digitale Beschaffungslösungen und in die Personalentwicklung.

Digitalisierung bei Hahn+Kolb

Hauptumsatztreiber 2017 war allen voran der Handel mit Zerspanungswerkzeugen. Auch die Mess- und Prüfmittel sowie Betriebseinrichtungen legten zu. Insgesamt wuchs der gruppenweite Umsatz auf 285 Millionen Euro. Geschäftsführerin Katrin Hummel sieht in dieser positiven Entwicklung die Bestätigung für weiteres Potenzial: „Das gute Ergebnis zeigt uns, dass wir mit unserer Produkt- und Lösungsstrategie richtig liegen. Unser fachliches Know-how macht uns bei unseren Kunden noch stärker zu einem gefragten Partner bei der gemeinsamen Lösung ihrer Herausforderungen. Neben einem noch größeren Portfolio an Artikeln für die Zerspanung investieren wir daher vor allem in die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ 2018 strebt das Unternehmen ein ähnliches Wachstum an. An den 15 Standorten weltweit arbeiten derzeit über 800 Angestellte.

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Katrin Hummel, Geschäftsführerin bei Hahn+Kolb

Die Marke Atorn ist seit über zehn Jahren treibend, was den Umsatz mit Zerspanungswerkzeugen betrifft. Allein 2017 bot das 24.000 Artikel umfassende Atorn-Portfolio eine Lösung für jede denkbare Anwendung in der Metallbearbeitung. Hier konnten entsprechend Marktanteile hinzugewonnen werden. „2018 werden wir nochmals 4.000 neue Artikel aufnehmen“, sagt Katrin Hummel. Auch in den anderen Kernbereichen – Mess- und Prüftechnik sowie Betriebseinrichtungen – ist eine weitere Vertiefung des Programms geplant. 2017 hat das Unternehmen erstmals leistungsfähige, industrielle 3D-Drucker ins Sortiment aufgenommen; diese Aktivitäten werden weiter verfolgt. Für die Fertigung von elektrischen Komponenten vergrößert Hahn+Kolb zudem sein Portfolio im Bereich der ESD-Produkte.

Technisch kompetente Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Die Mitarbeiterqualifizierung ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Im Jahr 2017 wurden die Beschäftigten in rund 370 Seminaren zu den neuesten Entwicklungen und Techniken geschult; dabei stehen zunehmend auch technische Spezialthemen auf der Agenda, um dank entsprechendem Know-how auch Produktionsprozesse der Kunden mit weiterzuentwickeln. Dazu zählen beispielsweise die zerspanende Bearbeitung von Verbundwerkstoffen oder auch neue Verfahren wie die Additive Fertigung. „Unsere Außen- und Innendienstmitarbeiter haben eine extrem hohe technische Kompetenz“, so Hummel. „Diese Qualifizierung werden wir auch 2018 weiter verfolgen, um unseren Kunden bei aktuellen und zukünftigen Herausforderungen bestens zu beraten.“

E-Commerce für effiziente Beschaffung

Digitale Schnittstellen, automatisierte Nachbestellung, individuelle Lösungen: Die Digitalisierungsstrategie ist seit Jahren ein kontinuierlicher Prozess. Ziel ist es, die Werkzeugbeschaffung über integrierte Schnittstellen oder Ausgabesysteme wie den HK-MAT weiter zu vereinfachen und so den Anteil der elektronischen Positionen 2018 zusätzlich zu steigern. Hierfür werden unter anderem umfassende Schulungen zu den Bestellmöglichkeiten und Schnittstellen für die Anwender des Onlineshop angeboten. Die E-Commerce-Tochtergesellschaft svh24.de ist ebenfalls stark gewachsen, sodass ab Mitte 2018 der Handel über ein eigenes Logistikzentrum bei Bochum abgewickelt wird.

International Märkte erschließen

Hahn+Kolb firmiert seit Anfang 2018 als Hahn+Kolb Group. Damit rücken die 14 Auslandsgesellschaften enger unter einem gemeinsamen Dach zusammen, auch für die Kunden nach außen hin sichtbar. Insbesondere der europäische Markt – vor allem Österreich, Serbien, Ungarn und Polen – und Mexiko in Südamerika haben sich positiv entwickelt.

120 Jahre Hahn+Kolb

1898 gründeten Hermann Hahn und Adolf Kolb Hahn+Kolb als „Spezialgeschäft für Werkzeuge und Maschinen“. 2018 stehen daher alle Aktivitäten und Highlights unter dem Zeichen der jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich Werkzeuge, Maschinen und Betriebseinrichtung. Neben eigenen Sonder-Editionen der Produkte wird es rund um die Messen LogiMAT, Control und der AMB im Herbst 2018 verschiedene Aktionen geben. kp

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