Geschäftsjahr 2018

Mara Hofacker,

Hermle mit Konzernumsatz und Auftragseingang im Plus

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle konnte 2018 spürbar wachsen. Der Auftragseingang erhöhte sich nach Angaben des Unternehmens um fast 10 % auf 475,9 Millionen Euro, Konzernumsatz und Betriebsergebnis sind jeweils knapp 13 % im Plus. 2019 wird es voraussichtlich erheblich weniger neue Bestellungen geben, dennoch sei ein leichtes Umsatzplus und Ergebnis auf Vorjahresniveau möglich.

© Pixabay / David Schwarzenberg

Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers stieg gegenüber Vorjahr konzernweit um 9,9 % auf 475,9 Millionen Euro (Vj. 433,2 Millionen Euro). Davon entfielen 217,9 Millionen Euro (Vj. 171,7 Millionen Euro) auf das Inland und 258,0 Millionen Euro (Vj. 261,5 Millionen Euro) auf das Ausland. Gefragt waren sowohl hochwertige Einstiegsmaschinen der Hermle-Performance-Line als auch die dynamischen und präzisen Bearbeitungszentren der High-Performance-Line. Außerdem spielten Automatisierungs- und Digitalisierungsbausteine eine zunehmend wichtige Rolle. Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich per Ende 2018 im Stichtagsvergleich um 18,4 % auf 148,0 Millionen Euro.

Der Hermle-Konzernumsatz wuchs 2018 um 12,7 % auf einen neuen Höchstwert von 452,9 Millionen Euro (Vj. 402,0 Millionen Euro). Im Inland nahm das Geschäftsvolumen um 11,1 % auf 186,8 Millionen Euro zu (Vj. 168,2 Millionen Euro) und im Ausland um 13,8 % auf 266,1 Millionen Euro (Vj. 233,8 Millionen Euro). Damit vergrößerte sich die Exportquote leicht von 58,2 % auf 58,8 %. Die Kapazitätsauslastung des Unternehmens bewegte sich das gesamte Jahr über am oberen Ende.

Anzeige

Die gute Auslastung sowie ein günstiger Produktmix mit hochwertigen Anlagen wirkten sich zusammen mit Währungsgewinnen positiv auf die Ertragslage aus, sodass die steigenden Rohstoffkosten kompensiert werden konnten. Insgesamt erhöhte sich das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) des Hermle-Konzerns 2018 um 12,9 % auf 111,7 Millionen Euro (Vj. 99,0 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern, das einen nicht nachhaltigen, positiven Einmaleffekt von 4,9 Mio. Euro enthielt, legte von 99,4 Millionen Euro auf 116,6 Millionen Euro zu. Der Sondereffekt resultierte aus der Anfang 2018 erfolgten Übernahme der restlichen 51 % der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH (HLS), die eine Neubewertung der bereits im Besitz der Hermle AG befindlichen übrigen Anteile erforderlich machte. Bereinigt um diesen Einfluss errechnet sich ein Vorsteuerergebnis von 111,6 Millionen Euro und eine im Vergleich zum Vorjahr etwa stabile Brutto-Umsatzmarge von 24,6 %. Der Konzern-Jahresüberschuss ohne den Bewertungseffekt stieg von 73,3 Millionen Euro auf 82,5 Millionen Euro.

Am 31. Dezember 2018 beschäftigte der Hermle-Konzern 1.251 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im entsprechenden Vorjahreswert von 1.086 Personen waren die Beschäftigten der HLS, deren Mitarbeiterzahl von 85 auf 93 Personen wuchs, noch nicht enthalten. Darüber hinaus gab es Neueinstellungen vor allem bei den Auslandstochtergesellschaften und im Service. Durch die Übernahme von Auszubildenden mit erfolgreichem Abschluss und die Neubesetzung freigewordener Ausbildungsplätze vergrößerte sich die Belegschaft zudem insbesondere in der Produktion.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Instandhaltungs-Service

Erfahrung seit 60 Jahren

Von der Instandhaltung über die Reparatur bis hin zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen reicht die Angebotspalette von Maschinenbau Hellwig. Der Spezialist bietet vorbeugende, auch periodische Instandhaltung und maschinenspezifische...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige