Laser Blanking

Andreas Mühlbauer,

Den Umformprozess verbessern

Eine Alternative zum herkömmlichen Schneiden ist das Laser-Blanking. Damit lassen sich Linien flexibler, kostengünstiger und materialsparend betreiben. Gleichzeitig steigen Auslastung und Durchsatz.

Laser Blanking Lines von Schuler produzieren kaum „Engelshaar“ aus Aluminium, das Abdrücke auf Außenhautteilen hinterlässt. © Schuler

Die Platinenschneidanlagen mit Laser von Schuler versorgen Pressenlinien vieler Automobil-OEMs und -Zulieferer. Hierdurch lassen sich bei neuen Modellen komplette Schnittwerkzeugsätze einsparen – bei rund einem Dutzend Werkzeugen pro Fahrzeugkarosserie ergibt sich eine Kostenreduzierung im Millionen-Euro-Bereich. Daneben profitieren OEMs und TIERs auch im nachgelagerten Umformprozess von lasergeschnittenen Platinen.

Der Anteil von Aluminium in Fahrzeugen nimmt zu, doch das oberflächensensitive Material stellt die Verarbeiter vor die Herausforderung des schonenden Handlings. Aluminium neigt zur Gratbildung an der unteren Schneidkante. Löst sich dieser Grat und verbleibt im Umformwerkzeug, führt er zu Abdrücken auf der Materialoberfläche und somit zu Ausschussbauteilen. Zur Vermeidung des Schnittgrats sind neben zusätzlichen Anlagenkomponenten wie Flitterabsauger oder Platinenreinigungsanlagen Anlagenstopps zur Reinigung der Umformungswerkzeuge notwendig. Aluminiumplatinen, die auf einer Laser Blanking Line von Schuler entstehen, bilden kaum abfallenden Grat. Durch die Einsparung der regelmäßigen Reinigung erhöhen lasergeschnittene Platinen somit die Produktivität der Pressenlinien.

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Je nach Bedarf lassen sich Platinengeometrien im Laserschneidprogramm anpassen und in kleinen Chargen ohne Werkzeug fertigen. Im Vergleich zu den hierzu meist eingesetzten Flachbettlasern werden die Platinen bei einer Laser Blanking Line nicht aus einem Rechteck herausgeschnitten, sondern direkt aus dem kontinuierlich durchlaufenden Bandmaterial des Coils.

Hinzu kommt eine technisch bedingte Materialeinsparung und entsprechende Kosteneinsparung.

Höhere Ausbringungsleistung

Neben dem Aspekt der Materialeinsparung sprechen die viel höheren Ausbringleistungen für das Schneiden im „Dynamic Flow“. Während Flachbettlaser in der Regel zwischen zwei und drei solcher Platinen pro Minute fertigen können, erreichen die Ausbringungsmengen zum Beispiel bei Hauben auf einer Laser Blanking Line bis zu 35 Teile pro Minute mit einer Anlageneffizenz von über 80 Prozent.

Je nach Einkaufsstrategie können entweder kleine Tryout-Chargen auf der Laser Blanking Line flexibel und auf Knopfdruck zwischen der Serienproduktion gefahren oder von einem Zulieferer mit Laser Blanking Line eingekauft werden. Laser Blanking kombiniert die Möglichkeit der flexiblen Geometrieanpassung und des werkzeuglosen Schneidens von Flachbettlasern mit geringen Reaktionszeiten, da sich nicht nur schneller produzieren lässt, sondern auch der vorgelagerte Cut-to-Length-Prozess entfällt.

Änderungen während der Serienfertigung lassen sich ebenso vornehmen. Während die Anpassungen am Umformungs- oder Schneidwerkzeug mit Vorlauffertigungen und Werkzeugarbeiten einhergehen, lassen sich lasergeschnittene Platinen einfach in ihrer Kontur verändern. Auch lässt sich zu jeder Zeit der vorherige Status wieder herstellen. Dies bietet zudem die Möglichkeit, Optimierungen zu testen.

Nach Unterlagen von Schuler / am

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