Hochgeschwindigkeits-Schweißen

Andrea Gillhuber,

Handling- und Schweißroboter aus einer Hand

Panasonic Industry setzt bei Schweißprozessen auf die unternehmenseigenen Roboter. Während ein Roboter das Schweißen übernimmt, positioniert der Handling-Roboter das Bauteil koordiniert in die für den Schweißprozess richtige Position. Außerdem präsentiert das Unternehmen einen spritzarmen Hochgeschwindigkeits-Schweißprozess.
Tawers Super Active Wire Feed Process, kurz: S-AWP, heißt der spritzarme Hochgeschwindigkeits-Schweißprozess von Panasonic Robot & Welding. © Panasonic Industry

Tawers Super Active Wire Feed Process, kurz: S-AWP, heißt der spritzarme Hochgeschwindigkeits-Schweißprozess von Panasonic Robot & Welding, einem Geschäftsbereich von Panasonic Industry Europe.

Dieser Schweißprozess vereint zwei Aspekte, deren Kombination laut Unternehmen bisher unmöglich schien.

Der erste zentrale Aspekt ist die Grenze der kritischen Stromstärke. S-AWP ist in der Lage, einen stabilen Kurzlichtbogen oberhalb der kritischen Stromstärke zu erreichen; üblicherweise befindet sich in diesem Strombereich der Übergangslichtbogen. Der zweite Aspekt ist das Humping. S-AWP verhindert ein Humping des Lichtbogens sogar beim Hochgeschwindigkeitsschweißen.

Dank eines Pendeldrahtvorschubs kombiniert mit einer laufend überwachten, modifizierten Stromkurve, die den Materialtransfer während des gesamten Kurzlichtbogen-Stromübertragungszyklus kontrolliert, lassen sich Schweißspritzer und Materialverformung auf ein Minimum reduzieren. So entstehen insbesondere bei der Verarbeitung sehr dünner Materialien saubere Schweißnähte. Möglich wird dies durch eine geringere Wärmezufuhr sowie einen höheren Materialeintrag im Schweißprozess. Die Anzahl der Kurzschlüsse beim Materialtransfer während des Schweißens wurde deutlich erhöht. So werden Tropfengröße und Spritzer reduziert. Darüber hinaus werden Störungen durch nachgelagerte Vibrationen im Schmelzbad nahezu vollständig eliminiert. Für einen präzisen Vorschub sorgt ein 200-W-Drahtvorschubmotor und ein Direktantrieb für die Drahtförderrollen. Die Pendelfrequenz kann 150 Bewegungen pro Sekunde übersteigen.

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Der neu entwickelte LA1800G3 Multi-Purpose-Roboter ist für das Handling von Werkzeugen, Komponenten und WIG-Schweißgeräten ausgelegt. © Panasonic Industry

Darüber hinaus stellt Panasonic Industry Europe den neu entwickelten LA1800G3 Multi-Purpose-Roboter vor. Mit einer Nutzlast von maximal 26 kg und einen Arbeitsbereich von bis zu 1,801 m ist der Knickarmroboter für das Handling von Werkzeugen, Komponenten und WIG-Schweißgeräten ausgelegt. Mittels der Kooperationsfunktion können bei der Kombination des LA-1800G3 mit einem Schweißroboter von Panasonic Industry Europe die Bewegungen beider Roboter synchronisiert werden. Somit muss beim Schweißen nur die Position des Bauteils programmiert werden und die relative Position des Schweißbrenners zum Bauteil bleibt automatisch erhalten. Die Programmierung der Schweißnaht bleibt so einfach wie bei einem festen Bauteil.

Ebenso können mit dem neuen LA-1800G3 Komponenten automatisch be- und entladen werden, um eine kostengünstigere und schnellere Produktion zu ermöglichen. Die G3-Steuerung ermöglicht ebenfalls den kooperativen Betrieb mit den Schweißrobotern der Panasonic TM / TL-G3-Serie.

Nach Unterlagen von Panasonic Industry Europe / ag

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