3D-Laserschweißsystem

Mara Hofacker,

3D-Lasermaschine schweißt größere Bauteile

Das 3D-Laserschweißsystem TruLaser Station 7000 zeigte Trumpf erstmals auf der Blechexpo. Bei der neuesten Maschinengeneration haben die Entwickler die Produktivität nochgesteigert: Dafür sorgen bis zu 4 kW starke Laser als Strahlquellen sowie ein um 150 Prozent größerer Bauraum. Diese Kombination ermöglicht es, größere Bauteile und tiefere Nähte zu schweißen. Neu ist außerdem eine smarte Bildverarbeitung, die den Laserstrahl selbstständig korrigiert, wenn das Bauteil schief liegt. 

Der Bauraum der 3D-Lasermaschine TruLaser Station 7000 ist um 150 Prozent größer; zudem wurde die Laserleistung erhöht. © Trumpf

Die TruLaser Station 7000 bearbeitet alle gängigen Metalle, etwa Baustahl, Edelstahl, Kupfer, Aluminium oder Titan. Neben dem größeren Bauraum und dem leistungsstärkeren Laser sorgt ein neuer Rotationswechsler für mehr Produktivität. Dabei tauscht die Anlage die Vorrichtung, auf der sie das Bauteil schweißt, nach Prozessende gegen eine leere Vorrichtung aus. Der Maschinenbediener kann die Anlage also be- oder entladen, während diese schon das nächste Bauteil schweißt und spart so vor allem bei der Serienfertigung Zeit.

Außerdem ist die 3D-Lasermaschine mit einer Bildbearbeitung ausgestattet: Eine intelligente Kamera erkennt im Arbeitsraum die Position des Bauteils. Liegt es schief, teilt die Kamera dem IT-System die neuen Koordinaten mit. Daraufhin passt die Maschine das Schweißprogramm an und der Laser korrigiert die Lage der Schweißnaht im Sekundenbruchteil selbstständig.

Die TruLaser Station 7000 schweißt Baugruppen in verschiedenen Größen sowie eine Vielzahl an Materialien. © Trumpf

Einsatz in der Elektronik- und Automobilindustrie

Anzeige

Außerdem haben die Entwickler von Trumpf Wert auf ein ergonomisches Bedienkonzept gelegt. Die TruLaser Station 7000 lässt sich von einem Bedienpanel außerhalb der Anlage steuern. Sämtliche Informationen zum Schweißprozess kann der Maschinenbediener über die intuitive Bedienoberfläche am Touchscreen der Anlage eingeben. Das 3D-Laserschweißsystem eignet sich für alle Branchen, die kleine und mittlere Schweißbaugruppen flexibel und produktiv bearbeiten wollen. „Vorteile sehen wir auch in der Automobil- oder der Elektronikindustrie, da die Anlage sehr leitfähige Materialien wie Kupfer in hoher Qualität schweißt, wie sie beispielsweise für die Elektromobilität erforderlich sind“, sagt Thomas Kirchhoff, Produktmanager bei Trumpf.

Die Lasermaschine eignet sich besonders für komplexe Instrumente in der Medizintechnik, beispielsweise Endoskope. Diese benötigen Ärzte bei Operationen in verschiedenen Größen. Bei übergewichtigen Patienten sind lange Endoskope erforderlich, bei Babys kurze. „Die TruLaser Station 7000 fertigt alle Größen problemlos und hält den hohen Qualitätsanforderungen der Branche stand. Das gelingt nur den wenigsten Anlagen. Deshalb sehen wir in der Medizintechnik hohes Marktpotenzial“, so Kirchhoff.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Editorial

Zukunftsmusik

Anfang November fand in Stuttgart das Messedoppel Blechexpo und Schweisstec statt. Wie andere Branchen sehen auch die Blechbearbeiter und Schweißtechniker mit gemischten Gefühlen in die Zukunft.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige