SPS – Smart Production Solutions

Andrea Gillhuber,

Automatisierung trifft auf IT

Zur 30. Ausgabe wird aus dem Treffpunkt der Automatisierungsbranche SPS IPC Drives die SPS – Smart Production Solutions. Trotz einer wirtschaftlichen Dämpfung bescheinigt Christian Wolf, Ausstellerbeiratsvorsitzender, der Automatisierungstechnik eine „brillante Zukunft“. 

Zur 30. Ausgabe wird aus dem Treffpunkt der Automatisierungsbranche SPS IPC Drives die SPS – Smart Production Solutions. © Mesago / Mathias Kutt

Im Jahr 1990 fand die erste Ausgabe der heutigen SPS in Sindelfingen statt. Damals noch unter dem Namen SPS Drives lockte sie 63 Aussteller und 3.420 Besucher an. Die zweite Ausgabe der Messe lief schon unter dem Namen SPS IPC Drives. In diesem Jahr, 29 Jahre später zur 30. Ausgabe des Branchentreffs der Automatisierung, werden sich rund 1.650 Aussteller aus 45 Ländern auf einer Fläche von rund 136.000 m² zur Leistungsschau treffen. Die Verantwortlichen der Mesago Messe Frankfurt erwarten vom 26. bis 28. November rund 67.000 Fachbesucher.

Automatisierung bleibt Wachstumsmarkt

Auf der Vorpressekonferenz gaben Mesago-Geschäftsführer Martin Roschkowski, Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS bei der Mesago, und Vorsitzender des Ausstellerbeirats Christian Wolf, Geschäftsführer von Turck, einen Ausblick auf die SPS und eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ab. Wolf sieht trotz der Dämpfung der Märkte optimistisch in die Zukunft.

Nach den vergangenen Jahren mit sehr guten Wachstumsraten sieht er die Dämpfung eher als Chance für Unternehmen, ihre Prozesse zu überdenken. So könnte die digitale Transformation in Unternehmen vorangetrieben und Automatisierungssysteme überarbeitet werden. Im Hinblick auf den Hype Industrie 4.0 hat Wolf eine klare Meinung: „Technisch kann ich viel lösen, aber nicht alles ist wirtschaftlich sinnvoll.“

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Seiner Meinung nach aber ist die wirtschaftliche Lage keine Krise wie 2008 oder 2009, sondern eher ein längeres Abflauen des Konjunkturwachstums. Er geht in den nächsten ein bis zwei Jahren von keinem oder geringem Wachstum aus. Aus technologischer und wirtschaftlicher Sicht sieht er die Automatisierung weiterhin als Wachstumsmarkt, wenn auch nicht zwingend im Bereich der Hardware-Komponenten, sondern eher in den neuen Technologien. In künstlicher Intelligenz und Software sieht er eine große Chance für die Automatisierungstechnik. Er mahnt jedoch an, dass es noch ein Geschäftsmodell zu entwickeln gilt. Keinesfalls dürfte Software als kostenlose Zugabe zu Hardware gesehen werden, denn die Software-Entwicklung ist teuer. Im Großen und Ganzen sagt Wolf der Automatisierungstechnik eine „brillante Zukunft“ voraus.

Zukunft der Automatisierungstechnik

Und einen Eindruck dieser Zukunft zeigt die SPS in Nürnberg. Hierher kommen Besucher, wenn sie ein konkretes Problem in ihrem Unternehmen haben und nach einer Lösung suchen. Als Informationsplattform für Anwendungsindustrien ist auf der SPS die komplette Bandbreite der Automatisierungstechnik abgebildet  – von der Steuerungstechnik über elektrische Antriebstechnik, Interfacetechnik, HMI, Sensorik, Software und IT für die Fertigung bis hin zur mechanischen Infrastruktur und industriellen Kommunikation. Dabei geht es den Messeverantwortlichen und dem Ausstellerbeirat vor allem darum, ganzheitliche Lösungsansätze darzustellen. Neben der Automatisierung spielt daher auch die Digitalisierung eine zentrale Rolle auf der SPS.

Um Besuchern eine Orientierung zu geben, bietet die Messe in diesem Jahr Guided Tours zu den Themen Machine Learning und KI, Produkt- und Maschinensimulation, Industrial Security in der Fertigung, Cloud Ecosysteme sowie Predictive Maintenance an. Die geführten Touren vermitteln Besucher einen Überblick über die aktuellen Trends und Entwicklungen. Klarer Fokus liegt dabei auf realen Anwendungsfällen, ihrer praktischen Umsetzung sowie dem wirtschaftlichen Nutzen der Lösung.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Begleitet wird die Messe von vier Foren. Traditionell gestalten die Verbände VDMA und ZVEI je ein Forum in Halle 5 beziehungsweise Halle 6. Zwei weitere Foren in Halle 3 und 10.1 werden von der Messe bespielt. Ebenfalls von der Mesago organisiert wird der Gemeinschaftsstand Automation meets IT in Halle 6. Bis Messestart erwarten die Verantwortlichen die Teilnahme von 25 Unternehmen. Ein weiterer Gemeinschaftsstand steht unter der Federführung des AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik. Bis zum 10. September haben sich hier 11 Aussteller angemeldet.

Konferenz „Automation 4.0 Summit“

Auch in diesem Jahr werden unsere Kollegen vom Fachmedium Computer&AUTOMATION die begleitende Konferenz organisieren. Themen sind in diesem Jahr unter anderem:

- 5G, TSN und OPC UA in der Industrie

- Securely connected – vom Sensor bis zur Cloud

- IOT-Plattformen – Best Practises

- Flexible Automatisierung für wenig Geld – was leistet die Robotik?

Weitere Informationen zum Automation 4.0 Summit finden Sie unter automation-40.de.

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