Innovationswettbewerb

Mara Hofacker,

TOP-100-Auszeichnung für Proxia

Proxia Software hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft. Das Unternehmen wurde mit dem Award von dem Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, und compamedia in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet.

Proxia Software, vertreten durch die Vorstände Julia Klingspor (l.) und Torsten Wenzel (r.), wurde von Ranga Yogeshwar (M.) ausgezeichnet. © Proxia

Anhand einer wissenschaftlichen Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen und die daraus resultierenden Innovationserfolge. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit 40 Mitarbeitern besonders in der Kategorie „Außenorientierung / Open Innovation“.

Proxia Software ist auf die Entwicklung von MES-Software (Manufacturing Execution System) zur Steuerung und Überwachung von Fertigungsprozessen spezialisiert. Das TOP-100-Unternehmen ist dabei mit einem Baukastensystem erfolgreich, bei dem manche Module mehr als 1.000 Konfigurationsmöglichkeiten bieten – entsprechend eng ist die Zusammenarbeit mit Kunden bei der Konzeption individueller Lösungen. „Unser Baukastensystem ist hochindividuell und permanent updatefähig“, erklärt die Vorständin Julia Klingspor.

Mit dem Baukastensystem ist der Ebersberger Top-Innovator auch deshalb erfolgreich, weil de facto jede Branche und jedes Unternehmen individuelle Anforderungen mitbringt. „Wir sind sehr stolz darauf, unsere Kunden heute in ihren jeweiligen Welten abholen zu können“, erzählt der Vorstand Torsten Wenzel. Und doch gibt es auch Themen, die fast alle Kunden umtreiben: zum Beispiel der Schutz von Daten, vor allem bei der Anwendung neuester Cloud-Lösungen.

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Proxia entwarf mit Blick darauf eine Lösung, mit der jedes Unternehmen selbst entscheiden kann, welche Daten im Haus bleiben und welche in die Cloud wandern. Außerdem kann jeder Kunde mit der MES-Software von Proxia im Kollektiv dazulernen. Denn individuelle Lösungen werden permanent in den Softwarestandard integriert. So wächst das Produkt mit den Anforderungen des Markts, und davon profitiert letztlich jeder einzelne Anwender, ganz nach dem Kollektivprinzip.

Aus 398 Unternehmen, die sich in der aktuellen Runde für eine TOP-100-Auszeichnung bewarben, erreichte Proxia den Sprung unter die TOP 100 Innovatoren. Die von Prof. Dr. Nikolaus Franke als wissenschaftlichem Leiter entwickelte Systematik räumte dabei produzierenden und dienstleistenden Unternehmen dieselben Chancen ein und berücksichtigte auch die jeweiligen Unternehmensgrößen. Franke und sein Team prüften rund 120 Parameter. „Innovation bedeutet Unruhe. Die TOP-100-Unternehmen schaffen daher laufend neue Produkte, neue Dienstleistungen, neue Geschäftsmodelle und neue Prozesse. Wer Innovationsführer sein will, muss das Unternehmen als Ganzes konsequent auf das Innovationsziel ausrichten“, kommentiert Franke das Ergebnis.

Wie sehr die eigene Innovationskraft zum Unternehmenserfolg beiträgt, zeigt eine Auswertung wichtiger Kennzahlen der TOP 100: Für den Zeitraum 2018 bis 2020 planen die Unternehmen die Schaffung von rund 18.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Das entspricht einem Mitarbeiterwachstum um 19 Prozent. Ihr Umsatzwachstum lag zuletzt durchschnittlich 24 Prozentpunkte über dem Branchenwert. Dabei erzielten sie im Mittel 36,4 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten oder innovativen Verbesserungen und erhielten allein in den vergangenen drei Jahren knapp 2.700 nationale und internationale Patente. 65 Prozent der Unternehmen sind familiengeführte Betriebe.

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