ERP-Komplettlösung

Mara Hofacker,

Ressourcenmanagement für Maschinenbau, Metall- und CNC-Teile-Fertigung

Der Maschinen- und Anlagenbauer Spaleck setzt eine ERP-Komplettlösung von ProAlpha für drei unterschiedliche Geschäftsbereiche ein: Maschinenbau sowie Auftragsfertigung von Metall- und CNC-Teilen. Das ERP-System sorgt mit mehreren Modulen unter anderem für die Integration von CAD-Daten, beschleunigte Angebotserstellung und Prozessverbesserung für variantenreiche Fertigung.

In der Auftragsfertigung in der Metallverarbeitung und CNC-Teile-Fertigung reicht das Leistungsspektrum von Spaleck von Lasern, Schweißen, der Oberflächenbearbeitung, der CNC-Zerspanung und Großteilebearbeitung bis hin zur kompletten Baugruppenmontage. © Spaleck

Mittelständisches Traditionsunternehmen, Global Player in grüner Technologie und Hidden Champion aus dem Münsterland: Spaleck ist ein 1869 gegründeter Maschinen- und Anlagenbauer, der rund 410 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit beschäftigt. Strategisch ist Spaleck auf grüne, nachhaltige Lösungen ausgerichtet, so zum Beispiel mit den Geschäftsfeldern Förder- und Separiertechnik, Metallverarbeitung oder auch Wasseraufbereitung. Für die Zukunftsorientierung und Innovationsstärke des Unternehmens sorgt seit 2016 auch ProAlpha ERP. Ob in kaufmännischer Hinsicht oder in der Entwicklung und Konstruktion: Die installierte ERP-Komplettlösung optimiert den Datenfluss und damit alle wesentlichen Prozesse im Bocholter Unternehmen. Tendenz zunehmend, denn der ERP-Ausbau geht kontinuierlich voran.

Spaleck ist zum einen in der Konstruktion und Fertigung von Siebmaschinen für die Recycling-Industrie tätig; zweites Standbein ist die Auftragsfertigung von Schweißbaugruppen und CNC-Teilen. In allen Bereichen ist ein durchgängiges, hocheffizientes und transparentes Datenhandling wettbewerbsentscheidend. Erreicht wird dieses seit 2016 in beiden Fällen mit ProAlpha ERP. Ein dritter Bereich sind Wasseraufbereitungsanlagen. „Hier befinden wir uns noch in der Aufbauphase und haben auf die Einführung von ProAlpha ERP vorerst verzichtet“, erklärt Geschäftsführer Carsten Sühling. „Über kurz oder lang wird sie aber folgen.“

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Der 2016 getroffenen Grundsatzentscheidung für ProAlpha ist bei Spaleck ein sorgsamer Auswahl-prozess vorangegangen. „Die Überlegungen starteten im Jahr 2013. Damals erstellten wir ein Pflichtenheft und begannen uns umzusehen. Ursprünglich hatten wir 26 Anbieter in der Verlosung“, so Sühling. „Drei schafften es bis in die Schlussrunde, ProAlpha überzeugte uns schließlich mit dem besten Gesamtpaket.“ Zu Recht, wie sich schon in der Einführungsphase zeigte: „Natürlich gab es auch mal die ein oder andere Schwierigkeit, aber im Rückblick ist die ERP-Einführung bei uns insgesamt sehr, sehr gut gelaufen.“ Mit positiven Auswirkungen in den Geschäftsbereichen.

Zeitersparnis dank CAD-Integration

Im Maschinen- und Anlagenbau ist Spaleck seit über 150 Jahren zu Hause. Das Portfolio hat sich in dieser Zeit mehrfach gewandelt. Unverändert geblieben ist die Innovationsfreude des Unternehmens – abzulesen an zahlreichen Patenten. In der Recycling-Industrie ist Spaleck mit moderner Förder- und Separiertechnik tätig. „Wir entwickeln und fertigen Siebmaschinen, mit denen sich sehr komplexe Materialien wie etwa Altreifen, Altholz und gewerbliche Abfälle sauber trennen lassen, um sie dem Recycling zuzuführen“, berichtet Sühling. „Innovative Technologien sind hier unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal.“

Transparente Produktionsabläufe, sichere Prozesse und eine präzise Vor-, mitlaufende und Nachkalkulation sind in diesem Geschäftsbereich wichtig. Entscheidend aber sind Entwicklung und Konstruktion. In beiden Disziplinen haben wir uns mit ProAlpha ERP noch mal verbessert“, bestätigt David Tenostendarp, Leiter Managementprozesse & IT bei Spaleck. Ein Schlüssel dazu ist das CA-Link Modul von ProAlpha. „Damit haben wir den Zeitaufwand in der internen Kommunikation zwischen Konstruktion, Vertrieb und Service beschleunigt und viele Fehlerquellen beseitigt“, so Tenostendarp.

In der Recycling-Industrie ist Spaleck mit moderner Förder- und Separiertechnik tätig. © Spaleck

Zur Erklärung: Vor der Umstellung auf ProAlpha waren das Kaufmännische und die Konstruktion strikt getrennt. Über CA-Link sind beide Welten heute miteinander verbunden. Dadurch entfällt viel manuelle Übertragungsarbeit“, berichtet Tenostendarp, „wir übernehmen CAD-Daten aus Solid Works nach ProAlpha. Umgekehrt greift die Konstruktion auf Informationen direkt aus dem ERP zurück, etwa auf Projekt-Informationen aus dem Vertrieb.“

Produktkonfigurator für die Auftragsfertigung

Was das CA-Link Modul für die Konstruktion ist, ist der Produktkonfigurator für die Auftragsfertigung in der Metallverarbeitung und CNC-Teile-Fertigung. Das Leistungsspektrum reicht von Lasern, Schweißen, der Oberflächenbearbeitung, der CNC-Zerspanung und Großteilebearbeitung bis hin zur kompletten Baugruppenmontage. „In unserer Zulieferfertigung bekommen wir die Zeichnungen direkt vom Kunden. Wir erstellen dann über den Produktkonfigurator die Artikel mit den Fertigungsinhalten, genauer gesagt Stücklisten und Arbeitspläne, kalkulieren die Kosten und schreiben den Produktionsauftrag direkt aus dem ERP heraus“, erläutert Tenostendarp.

Der Produktkonfigurator unterstützt diese genannten Prozesse und macht somit die Artikelanlage beziehungsweise Angebotserstellung nach Unternehmensangaben schneller und transparenter. Die dafür benötigten Informationen zieht sich das Modul direkt aus dem ERP-System. Das beschleunigt Vertrieb, Einkauf und Produktion und soll kurze Lieferzeiten bei hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglichen. „In Zeiten hoher Marktdynamik kann dies entscheidend sein“, sagt Sühling: „Die Auftragsfertigung ist sehr prozesslastig. Wer die steigenden Anforderungen an Tempo, Transparenz, Reporting und Dokumentation nicht mehr erfüllen kann, verschwindet vom Markt. Auch deshalb haben wir uns für den Umstieg auf ProAlpha entschieden.“

Vor der Umstellung auf ProAlpha waren das Kaufmännische und die Konstruktion strikt getrennt. Über CA-Link sind beide Welten heute miteinander verbunden. © Spaleck

Advanced Planning & Scheduling

Ausschlaggebend für den Wechsel zu ProAlpha war zudem das Modul Produktion mit Advanced Planning & Scheduling (APS). Es ist bei Spaleck heute das ERP-Highlight schlechthin und dient der Produktionsoptimierung. Um das Leistungspotenzial des Moduls komplett auszuschöpfen, hat Spaleck seine Personaleinsatzplanung und Zeiterfassung von tisoware direkt an ProAlpha gekoppelt. Das Ergebnis: „Mit ProAlpha haben wir unsere tatsächlich verfügbaren Kapazitäten in der Auftragsfertigung heute sehr genau im Blick. Dadurch sind wir in der Feinplanung um Welten präziser geworden und können zuverlässige Liefertermine an unsere Kunden kommunizieren“, bestätigt Sühling und betont: „Das können die wenigsten unserer Mitbewerber.“

Die Erfolge lassen sich auch an den Zahlen ablesen. Etwa bei Durchlaufzeiten und Termintreue: „In unserer rotativen Auftragsfertigung mit durchschnittlich gut 2.700 laufenden Kopfaufträgen waren früher regelmäßig viele rückständig – bezogen auf den Monatsumsatz lag die Quote bei rund 25 Prozent. Mit ProAlpha sind es heute höchstens noch 5 Prozent!“, so Tenostendarp. „Ein Grund dafür und zugleich eine Besonderheit in unserer Branche ist, dass wir mit ProAlpha jeden Tag eine Volloptimierung durchführen. Dadurch sind wir in der Lage, auf Planabweichungen sehr schnell und flexibel zu reagieren. So ist es uns im Endeffekt gelungen, deutlich mehr Ruhe in die Fertigung zu bringen.“

Ziel: ein immer intelligenteres Datenmanagement

Intelligent miteinander verknüpfte Daten sind das Fundament des Erfolgs. Dieses Fundament wollen die beiden Unternehmen noch ausbauen. So arbeiten die Partner derzeit daran, Werkzeug- und Bearbeitungsdaten von einzelnen Maschinen ins ERP zurückzuspielen. Was dies bringen soll, verdeutlicht ein Beispiel: „Auf unserer neuen Laserschneidmaschine bearbeiten wir große Bleche, aus denen schon mal Teile für mehrere Kundenaufträge herausgeschnitten werden“, sagt Tenostendarp. „Um bestmöglich kalkulieren zu können, müssen wir wissen, welcher Verschnitt und wieviel Arbeitszeit für jeden Einzelauftrag angefallen sind. Tatsächlich haben wir heute nur Daten zu den Materialkosten und zur Gesamtbearbeitungszeit.“

Um mit echten Ist-Verbräuchen kalkulieren zu können, müssen detaillierte Maschinen- und Bearbeitungsdaten ins ERP einfließen. Dies erfordert eine Industrie-4.0-Infrastruktur mit Schnittstellen-Lösungen für den Echtzeit-Datenaustausch. Hierfür wurde mit ProAlpha eine Schnittstelle entwickelt. Prozessketten schließen sich – Geschäftsbereiche, Abteilungen, Mitarbeiter und Partner kooperieren dadurch schneller, effizienter und sicherer. Mit genau diesen Zielen nutzt Spaleck in Kürze die entwickelte Schnittstelle und bindet zurzeit verschiedene Fertigungsmaschinen an. Schon bald wird es möglich sein, die Materialkosten und Zeiten für einzelne Aufträge noch präziser zu kalkulieren. „Wir werden“, so Sühling, „in puncto Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit einen weiteren großen Schritt nach vorn machen.“ Die Ziele und Vorgaben sind ambitioniert, das Unternehmen will seinen Umsatz innerhalb der kommenden zehn Jahre verdoppeln.

Nach Unterlagen von ProAlpha / mho

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