Zukunftsorientierte Cobot-Projekte

Mara Hofacker,

Drei Pfeiler erfolgreicher Cobot-Initiativen

Worauf kommt es an, wenn Cobot-Projekte zukunftsorientiert aufgestellt werden sollen? Automatisierungs- und Robotikexperte Omron hat drei Aspekte für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine identifiziert.

Cobots sollten so ausgestattet sein, dass sie sicher und effizient an der Seite der menschlichen Arbeitskräfte arbeiten. © Omron

Um sich zukunftssicher aufzustellen, müssen Industrieunternehmen auf ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Maschine setzen (Stichwort Factory Harmony). Damit dies gelingt, empfehlen die Automatisierungs- und Robotik-Experten von Omron eine dreistufige Cobot-Strategie: Ansätze und Lösungen sollten sich durch leistungsstarke Funktionen, eine sichere Anwendung sowie flexible Anpassbarkeit an neue Anforderungen auszeichnen. Worauf deutsche Industrieunternehmen in Sachen Cobots künftig vermehrt achten sollten, hat Omron in den folgenden Tipps zusammengestellt. 

Cobots, auch kollaborierende Roboter genannt, sind Trendthema im Industrieumfeld. Laut Robotic Industries Association (RIA) soll dieser Bereich der industriellen Automatisierung bis 2025 eine Marktoption von rund sieben Milliarden US-Dollar darstellen. Zudem ist diese Art der Automatisierung mit einem durchschnittlichen Cobot-Verkaufspreis zwischen 15.000 bis 45.000 US-Dollar vermehrt auch außerhalb großer industrieller Fertigungsanwendungen möglich; Cobots werden daher in immer Fabriken und Co. zum Einsatz kommen. Um hier nicht ins Hintertreffen zu geraten, müssen sich Unternehmen intensiver mit innovativen Robotikkonzepten beschäftigen. Damit sie flexibel agieren sowie Produktionslinien und -layouts problemlos an veränderte Kundenanforderungen anpassen können, rät Omron zu einem Zusammenspiel von mobilen Robotern und Cobots gepaart mit integrierten Apps, Kamera- sowie Vision-Technologie, Support und Risk Assessment, Zudem sei es ratsam, auf einen versierten Partner statt auf viele verschiedene Anbieter zu setzen, deren Ansätze und Lösungen oft nur schwer vereinbar, aufwändig und kostenintensiv seien. Omron empfiehlt weiter: „Es sollte keine aufwändige Programmierung vonnöten sein. Einfache Installation und Änderungen sind essentiell, um proaktiv agieren zu können. ”

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Skalierbarkeit ist essentiell: So sollte es beispielsweise möglich sein, mit einem einfach integrierten System zu beginnen und dieses je nach Bedarf zu erweitern. © Omron

Die drei Pfeiler erfolgreicher Cobot-Projekte:

1. Sicherheit ist Trumpf: Auf Cobots mit Support und Service setzen

Cobots helfen im Idealfall, Risiken im Produktionsablauf zu minimieren. Sie sollten daher so ausgestattet sein, dass sie sicher und effizient an der Seite der menschlichen Arbeitskräfte arbeiten. Sie sollten ISO10218 zertifiziert sein und Investitionssicherheit bieten. Wichtig ist es, dass sie sich innerhalb eines oder weniger Tage in Betrieb nehmen lassen. Umfangreiche Softwaretools können die Einstellungen für die Umsetzung der ISO/TS15066 bei der Inbetriebnahme erleichtern. Ein weiterer Tipp von Omron sind umfangreiche Machbarkeitsanalysen sowie Safety- und Support-Services als Teil des Gesamt-Cobot-Pakets aus einer Hand – Kunden müssen so nicht auf einen anderen Service-Provider ausweichen.

Cobots helfen, die Herausforderung des technischen Fachkräftemangels zu meistern. © Omron

2. Auf Skalierbarkeit und Datendurchblick durch integrierte Kamera- und Vision-Technologie achten

In Anwendungsszenarien, in denen es vor allem auf Flexibilität, nicht auf Geschwindigkeit ankommt, schließen Cobots die Lücke mit anwendungsfreundlichen Software-Tools und integrierten Sensorfunktionen. Hierzu gehören beispielsweis maschinelle Vision-Systeme mit Lokalisierungsmöglichkeiten. Unternehmen benötigen einfach zu bedienende Kamera- und Bildverarbeitungssysteme, um Muster zu erkennen, Qualitätskontrollen durchzuführen, Objekte zu platzieren und Barcodes zu identifizieren. Zusätzliche KI-Funktionen auf Maschinenebene („AI at the edge“) erweitern die Möglichkeiten. Omron bietet in diesem Zusammenhang integrierte Cobot-Lösungen, um Mitarbeiter interaktiv zu unterstützen und Produktionsprozesse zu optimieren. Ein im Cobot integriertes Vision-System hilft, Verlässlichkeit, Konsistenz und Präzision kosteneffizient zu verbessern. Auch Skalierbarkeit ist essenziell: So sollte es beispielsweise möglich sein, mit einem einfach integrierten System zu beginnen und dieses je nach Bedarf zu erweitern.  

3. Cobot und mobilen Roboter als Team nutzen

Cobots können helfen, die Herausforderung des technischen Fachkräftemangels zu meistern. Sie sind schneller, einfacher und sicherer zu programmieren, zu installieren und mit anderen Systemen zu integrieren – für ein intelligentes Produktionsumfeld, in dem Mensch und Maschine harmonisch zusammenarbeiten. Das Zusammenspiel von mobilem und kollaborativem Roboter gibt Unternehmen ein Plus an Flexibilität an die Hand, da sie ihre Produktionslinien deutlich schneller und kostengünstiger an neue Anforderungen, veränderten Geschäftsbedarf und immer schnelleren Produktzyklen anpassen können. 

Peter Lange, Business Development Manager Robotik bei Omron Electronics, kommentiert: „Cobots im Zusammenspiel mit mobilen Robotern werden künftig eine zentrale Rolle spielen, um logistische Abläufe zu rationalisieren. Produzierende Unternehmen, die Cobots in flexible, sich stetig weiter entwickelnde Produktionsumgebungen integrieren, gewinnen an Effizienz bei minimalem Programmier- und Installationsaufwand und ohne Knowhow diesbezüglich. Omron ist der einzige und weltweite Gesamtanbieter, der sowohl Collaborative als auch mobile Roboter anbietet und diese zudem als Solution miteinander verbindet. Erst durch die Kooperation mit einem Anbieter wie Omron, der durch ein Netzwerk an skalierbaren Systemintegratoren erfolgreiche Projekte von der Planung bis zu Implementierung und Support sicherstellt, lassen sich Risiken, Fehler und Komplexität minimieren und Wachstum unterstützen.“

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