Interview zum Unternehmenszusammenschluss

Andrea Gillhuber,

OnRobot: Mehr Start-ups integrieren

Im Juni 2018 wurde aus On Robot, OptoForce und Perception Robotics das Unternehmen OnRobot. Das erklärte Ziel des neu formierten Herstellers für kollaborative Greifer, Sensorik und Software: Weltmarktführer werden. Knapp ein Jahr später sprachen wir mit CEO Enrico Krog Iversen.

OnRobot-CEO Enrico Krog Iversen. © OnRobot

Wie wurde der Zusammenschluss der Unternehmen am Markt aufgenommen?

Das Feedback ist durch und durch positiv – weil wir mit OnRobot nicht nur einfach die nächsten kollaborativen Produkte auf den Markt bringen, sondern mit unserer Vision wirklich eine Marktlücke füllen:

Wir wollen als der One-Stop-Shop alle Komponenten anbieten, die unsere Endkunden und Partner zur Umsetzung kollaborativer Roboter-Anwendungen benötigen. Darüber hinaus sollen unsere Produkte den Cobot- und Leichtbauroboter-Modellen aller gängigen Hersteller intuitive Plug-&-Play-Funktionen bieten sowie eine herstellerübergreifend einheitliche Nutzeroberfläche verleihen.

Dem Markt für kollaborative Roboter-Anwendungen wird für die nächsten Jahre ein massives Wachstum prophezeit. Der einzige Weg, dieses Wachstum auch zu realisieren, ist Zeit und Aufwand, die für Entwicklung und Umsetzung solcher Anwendungen benötigt werden, weiter zu reduzieren – sonst werden Ingenieure bald weltweit an ihre Grenzen stoßen. Und genau da setzt unser One-Stop-Shop-Konzept an:

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Alle Komponenten sollen sofort gesammelt verfügbar und so einfach wie möglich einzurichten sein, ohne dass sich der Systemintegrator oder Endanwender Gedanken um die Kompatibilität machen muss.

Wie weit sind Sie auf dem Weg zum Weltmarktführer für benutzerfreundliches End-Of-Arm-Tooling?

Wir führen aktuell sieben Produkte in unserem Portfolio und haben ein weltweites Netzwerk von etwa 200 Partnerunternehmen, die Roboter-Lösungen mit unseren Produkten vertreiben und bei den Endanwendern integrieren. Um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen, werden wir binnen zwei Jahren 50 verschiedene Produkte anbieten – Greifer verschiedener Art, Sensorik, Vision-Lösungen und Software. Auch unser Vertriebsnetzwerk wollen wir bis dahin noch stärker ausweiten.

Wichtig für unser weiteres Wachstum wird sein, dass unsere Lösungen in der Peripherie verschiedener Roboter-Hersteller zum Einsatz kommen und wir uns an dieser Stelle nicht limitieren. Einen guten Stand haben wir bereits im Umfeld von Universal Robots, weshalb wir unser Partnernetzwerk nun in weitere Richtungen ausbauen. Wir möchten die Kompatibilität unserer Produkte mit denen anderer Anbieter steigern.

Im letzten Jahr hatten Sie weitere Akquisitionen angekündigt. Welche Unternehmen haben Sie noch übernommen und welche werden mit welchem Ziel folgen?

Im September 2018 wurde mit dem dänischen Start-up Purple Robotics bereits das nächste Unternehmen in OnRobot eingegliedert. Wir werden sukzessive weitere Start-ups mit innovativem End-Of-Arm-Tooling hinzukaufen. Ich habe da auch bereits ganz konkrete Vorstellungen. Das Ziel dahinter ist, unser Produktportfolio so zu erweitern, dass wir alles anbieten, was für die Entwicklung und Umsetzung kollaborativer Roboter-Applikationen benötigt wird – egal welche Anwendung, Industrie, Produktionsumgebung oder welches Werkstück. Die akquirierten Start-ups profitieren übrigens davon auch, denn einen schnelleren Marktzugang als durch OnRobot können sie für ihre Produkte kaum bekommen.

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