Ausbau des Partnernetzwerks

Andrea Gillhuber,

Der limitierende Faktor

Der Cobot-Hersteller Universal Robots legt seit seiner Gründung im Jahr 2005 ein kontinuierlich starkes Wachstum vor. Mit SCOPE-Chefredakteurin Andrea Gillhuber sprach Helmut Schmid, Geschäftsführer und General Manager Western Europe, über die neue e-Series sowie über limitierende Faktoren für weiteres Unternehmenswachstum.
Helmut Schmid, Geschäftsführer und General Manager Western Europe von Universal Robots. © Universal Robots

SCOPE: Auf der Automatica stellte UR die neue e-Series vor. Wie ist die Resonanz auf die Modellreihe vier Monate später auf der Motek?

Helmut Schmid: Die Roboter unserer e-Series haben auf der diesjährigen Motek großen Zuspruch gefunden. Dabei ist es die Kombination aus neuen Features, die die Robotik-Interessierten an der Modellreihe besonders begeistert. Hervorzuheben sind drei Aspekte: der erstmals integrierte Kraft-Momenten-Sensor, der höhere Bedienkomfort und die erweiterten Sicherheitsfunktionen. Durch die feinfühligere Kraftregelung mittels Sensor bieten wir Nutzern ein so breites Anwendungsspektrum wie nie zuvor. Das leichtere und reaktionsschnellere Teach Panel mit seiner noch intui-tiveren Benutzeroberfläche sorgt für eine beschleunigte Programmentwicklung und ein angenehmes Handling. Und nicht zuletzt erleichtert das ausgefeilte Sicherheits-system die Risikobeurteilung von Applikationen rund um die e-Series noch einmal ein ganzes Stück. Dieses Komplettpaket ist im Grunde genommen genau das, was der Markt heute von uns fordert – und auch erwartet hat. Zur Vorstellung der e-Series auf der Automatica ist das bereits angeklungen. Die positive Resonanz in Stuttgart hat uns in unserer Annahme bestätigt.

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SCOPE: Inwieweit werden die neuen Cobots zum weiteren Wachstum von UR beitragen?

Schmid: Ganz entscheidend, denn der Markt der industriellen Automatisierung wächst stürmisch und die kollaborative Robotik ist nach wie vor einer der maßgeblich treibenden Kräfte. Mit dem Verkauf des ersten UR5 Ende 2008 hat die gesamte Branche einen solch rasanten Boom erlebt, dass die Entwicklung einer vollkommen neuen Cobot-Generation nur ein nächster, logischer Schritt war – eben eine Evolution unserer bewährten Technologie, für die das „e“ in e-Series steht. Damit zeigen wir den Kunden letztlich auch, dass wir nicht müde werden, unser Know-how aus zehn Jahren Marktpräsenz, und bis dato weltweit 27.000 Robotern im Einsatz, konstruktiv zu nutzen und mit ihnen zu teilen. Der aktive Erfahrungsaustausch und die enge Zusammenarbeit mit Anwendern und Partnern ist uns deshalb ein besonderes Anliegen. Industriemessen wie die Motek sind hier eine wichtige Plattform. So haben wir in Stuttgart wieder einmal erlebt, wie weit wir in der Umsetzungsphase kollaborativer Robotik angekommen sind. Die Nutzer kommen mittlerweile mit konkreten Bedarfen auf uns zu und wünschen sich passgenaue Lösungen in Form von hochflexiblen Applikationen für ihre Prozesse und Anlagen. Die e-Series stellt ihnen ein lohnendes und zukunftsfähiges Investment bereit.

SCOPE: Universal Robots wächst kontinuierlich im zweistelligen Prozentbereich. Welchen Herausforderungen müssen Sie sich dadurch stellen und wie bewältigen Sie diese?

Schmid: Was die Region Western Europe angeht, spielt der Ausbau und die Entwicklung unseres Partnernetzwerks eine entscheidende Rolle. Denn das Netzwerk ist gewissermaßen das Nadelöhr, das die Geschwindigkeit unseres Wachstums limitiert. Aus diesem Grund sind wir kontinuierlich auf der Suche nach neuen Distributoren und Integratoren. Durch die immer vielfältigeren Anwendungsbereiche der Cobots legen wir unseren Fokus hierbei verstärkt auch auf Fachspezialisten – etwa in den Segmenten Schweißen, Palettieren und Kleben. Um unseren Kunden die Entwicklung effizienter Automatisierungslösungen zu garantieren, sind Partner mit entsprechender Expertise unerlässlich. Daneben ist das Thema Recruiting von großer Wichtigkeit. Dort setzen wir zunehmend auf Kooperationen mit Universitäten, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

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