Neue Studie

Andrea Gillhuber,

Akzeptanz für Roboter am Arbeitsplatz sinkt

Die Menschen in Europa stehen Robotern heute ablehnender gegenüber als noch vor fünf Jahren. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Julius-Maximilian-Universität Würzburg und der Johannes Kepler-Universität Linz.

Die Skepsis gegenüber Robotern ist in Europa zwischen 2012 und 2017 weiter gewachsen. © Shutterstock.com – August Phunitiphat

Basis der Studie sind die Daten der Eurobarometer aus den Jahren 2012, 2014 und 2017. Bei diesen repräsentativen Erhebungen wurden insgesamt 80.396 Bürgerinnen und Bürger aus 27 europäischen Ländern im Auftrag der Europäischen Union zu aktuellen Themen befragt. Bei den Interviews wurden den Befragten Roboter zuerst ganz allgemein als Maschinen beschrieben, die Menschen bei Alltagstätigkeiten assistieren können, etwa als Putzroboter, oder aber in Umgebungen arbeiten, die für Menschen zu gefährlich wären, beispielsweise bei der Bergung von Verunglückten.

Im Anschluss wurden die Interviewten nach ihrer Beurteilung von Robotern gefragt, dabei fielen die Ergebnisse noch relativ positiv aus. Mit konkreten Anwendungen wie Operations- und Pflegerobotern oder selbstfahrenden Automobilen konfrontiert, gaben die Befragten deutlich negativere Bewertungen ab. Insbesondere gewachsen sind die Vorbehalte gegen Roboter am Arbeitsplatz. Gründe dafür vermuten die Forscher auch darin, dass die Thematik des Arbeitsplatzabbaus durch Robotik-Anwendungen vermehrt in der Öffentlichkeit präsent war. Allerdings werde der Einsatz von Robotern am Arbeitsplatz immer noch positiver beurteilt als der Einsatz im Operationssaal oder in Form selbstfahrender Autos.

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Die grundlegende Aussage der Studie ist allerdings, dass die Skepsis gegenüber Robotern in Europa zwischen 2012 und 2017 weiter gewachsen ist. Die sollte für Politik und Wirtschaft ein Warnsignal sein, so die Forscher, denn negative Einstellungen gegenüber neuen Technologien könnten ein Zeichen dafür sein, dass diese Technologien später möglicherweise nicht akzeptiert werden und sich auf dem Markt nicht durchsetzen können. Nun sei mehr Öffentlichkeitsarbeit gefragt.

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