Editorial

Am Laufen halten

Kaum eine Produktion ist denkbar ohne Hydraulik oder Druckluft. Ob angesaugt oder verdichtet werden muss, gefördert oder verteilt – hier funktioniert nichts ohne Pumpen und Kompressoren. Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie die Produktionsmethoden.

Andreas Mühlbauer, SCOPE-Redakteur. (Bild: WEKA BUSINESS MEDIEN)

Unsere ExtraSCOPE „Pumpen, Kompressoren, Armaturen“ widmet sich auch in diesem Jahr den aktuellsten Produkten und Systemlösungen. Wir stellen zudem Trends und neue Konzepte dieser für den Maschinenbau und die Produktion so wichtigen Branche vor. Immerhin wurden im Jahr 2016 von Pumpen- und Kompressorenherstellern in Deutschland mehr als 10 Milliarden Euro umgesetzt. Auf sogar mehr als 11 Milliarden Euro brachte es die Armaturenbranche im selben Jahr. Für dieses und die kommenden Jahre rechnen Fachleute mit einem weiteren Anstieg der Umsatzzahlen.

Energie und ihr effizienter Einsatz spielt in jedem Bereich der Produktion eine entscheidende Rolle. Das gilt für den Betrieb von Pumpen und Kompressoren natürlich gleichfalls. So besteht bei der Drucklufterzeugung ein direkter Zusammenhang zwischen dem erzielten Luftdruck und der dafür aufgewendeten Energie. Beispielsweise liegt der Energieeinsatz um 15 Prozent höher, wenn ein System statt mit einem Druck von 8 mit 10 bar betrieben wird. Jedes Bar zu viel kostet also ganz real Geld. Hier gilt es, mit intelligenten Konzepten von vornherein der Verschwendung Einhalt zu gebieten.

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Pumpen und Kompressoren sind weit mehr als nur die praktischen Helfer zur Erzeugung von Druck oder Vakuum, zum Bewegen von Gasen und Flüssigkeiten. Sie sind vielmehr integrale Bestandteile von Anlagen der industriellen Produktion, der Energiegewinnung oder der Entsorgungswirtschaft – sie halten die Dinge am Laufen. Damit erfahren die Pumpen und Kompressoren zunehmend Einbindung in die modernen Konzepte der digitalen Vernetzung. Als zentrale Elemente lassen sie sich dann noch effizienter und bedarfsgerechter einsetzen, gleichzeitig vermeiden die Vernetzung und die damit verbundene vorausschauende Wartung Stillstandzeiten. Denn der Ausfall einer dieser Komponenten kann fatale Folgen haben und gar die ganze Produktion lahmlegen.

Undichte Systeme sind ebenfalls Kostenfaktoren. Zwar lässt sich mit Sensoren sofort erkennen, wenn und wo eine Leckage entstanden ist, doch im besten Fall sollte es gar nicht erst dazu kommen. Hochwertige und zuverlässige Verbindungen, Ventile und Leitungen sind also das A und O von Gas- und Flüssigkeitssystemen jeder Ausprägung.

Nicht zuletzt ist jedes System nur so gut wie seine Planung. Um jederzeit auch nach dem Umbau oder der Erweiterung einer Anlage den Überblick zu behalten, etabliert sich zunehmend das Konzept des Digitalen Zwillings – ein virtuelles Modell des gesamten Systems, das alle Daten erhält, die auch der realen Anlage zur Verfügung stehen. Dadurch lassen sich das Design optimieren, die Effizienz und Verfügbarkeit steigern und die Wartung erleichtern. Gerade für komplizierte Gas- und Flüssigkeitskreisläufe bietet sich das digitale Modell zur Konzeption und den zuverlässigen Betrieb an. am

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