Fahrerlose Transportsysteme

Andreas Mühlbauer,

Doppelter Lebenszyklus, halbe Lieferzeit

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) leisten einen wichtigen Beitrag zur Optimierung von Prozessen in der Intralogistik. EK Automation hat ein neues, flexibles fahrerloses Transportfahrzeug entwickelt.

Zur einheitlichen Antriebseinheit sind zahlreiche Ausstattungsmöglichkeiten erhältlich. © EK Automation

Bisher rüstete der Transportrobotik-Spezialist hauptsächlich Fahrzeuge namhafter Hersteller für den fahrerlosen Betrieb um oder konstruierte kundenspezifische Sonderfahrzeuge. Nun stellt das Unternehmen seine Eigenentwicklung Vario Move vor. Andreas Böttner, CEO von EK Automation, sagt: „Wir haben uns unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Automatisierung von Fahrzeugen zunutze gemacht. Auf dieser Basis entstand der Vario Move – unter der Vorgabe, die besten Eigenschaften bestehender Lösungen zu übernehmen, zu optimieren und das Produkt in seiner Gesamtheit noch besser zu machen."

Hochwertige Maschinenkomponenten und die clevere Konstruktion sorgen dafür, dass sich der Lebenszyklus im Vergleich zu herkömmlichen automatisierten Serienflurförderfahrzeugen verdoppeln kann. Gleichzeitig halbiert sich die Lieferzeit und die Kosten für die Gesamtinvestition lassen sich um bis zu zehn Prozent senken.

Mehr Wirtschaftlichkeit durch längeren Lebenszyklus

FTS sind sehr robust und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Ist jedoch die Verschleißgrenze erreicht, müssen die Fahrzeuge ausgetauscht oder einem Refit unterzogen werden. Beim Lebenszyklus der automatisierten Serienflurförderzeuge, der in der Regel etwa ein Jahrzehnt beträgt, sah EK Automation deutliches Optimierungspotenzial. Mit einer modularen Konstruktion, hochwertigen Bauteilen und einem wartungsfreundlichen Design erreicht der Vario Move die doppelte  Lebenszeit.

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Das neue Fahrzeug besteht aus einer Antriebseinheit und diversen Anbauten. Egal, ob der Anwender ein Hub- oder Transportfahrzeug wünscht, es kommt immer dieselbe Antriebseinheit zum Einsatz, die sich mit unterschiedlichen Lastaufnahmemitteln für die jeweiligen Transportaufgaben ausstatten lässt. Der Vorbau ist so konstruiert, dass sich diverse Lastaufnahmemittel an eine Standardschnittstelle montieren lassen. Dafür bietet EK standardisierte Module an, die sich schnell integrieren und wieder trennen lassen.

Moderne Technik der Fahrzeuge verbessert zudem die Sicherheit in den Betrieben. Alle wesentlichen verfügbaren Navigationstechniken lassen sich für die automatisierten Transportfahrzeuge einsetzen. Ihr Li-Ion-Energiesystem ist wartungsfrei und ermöglicht ein vollautomatisiertes Laden.

Wartungsfreundliches Design

Die Wartung der automatisierten Serienflurförderzeuge war bisher sehr aufwendig. Um die verschiedenen Komponenten zugänglich zu machen, musste oft der gesamte Vorbau zerlegt werden. Hier schafft die Konstruktion des Vario Move Abhilfe, denn hier haben die Konstrukteure auf eine möglichst einfache Erreichbarkeit aller Komponenten Wert gelegt.

Die Frontabdeckung lässt sich abnehmen und legt die gesamte Technik frei. Das heißt, alle Bauteile können ohne zeitaufwendige Demontagen am Gerät bearbeitet werden. Das wartungsfreundliche Design führt zusammen mit der robusten Bauweise zu erheblichen Kosten- und Zeiteinsparungen bei Servicearbeiten und Reparaturen. Die Vereinheitlichung der Konstruktion für unterschiedliche Fahrzeugtypen – je nach Wunsch sind Hubmasten in unterschiedlichen Höhen sowie diverse Lastaufnahmemittel wählbar – hat gleichzeitig den Vorteil, dass sich der Schulungsaufwand für betriebsinterne Servicetechniker reduziert.

Halbierte Lieferzeit

Ein weiterer Aspekt ist die um bis zu 50 Prozent kürzere Lieferzeit. „Unsere Kunden haben sehr spezielle Anforderungen an ihre Fahrerlosen Transportfahrzeuge. Das gilt auch für die Produkte aus dem Standardsortiment, bei dem beispielsweise Lastaufnahmemittel gewünscht werden, die in Höhe und Breite variieren. Dafür mussten wir in der Vergangenheit bei der Automatisierung von Fahrzeugen verschiedener Hersteller häufig die Konstruktion der Basis-Serienfahrzeuge anpassen. Das war mit Aufwand und Extrakosten verbunden“, erklärt Böttner. Da beim Vario Move sowohl die Antriebseinheit als auch die Lastaufnahmemittel standardisiert sind, lässt sich die Lieferzeit der Fahrzeuge erheblich beschleunigen.

Zur LogiMAT im März 2020 wird das neue Fahrzeug dem Fachpublikum präsentiert und ab etwa Ende 2020 verfügbar sein.

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