Interview mit Beate Fischer

„Wieder Live-Explosionen“

Messefrühling oder Messeherbst? Das ist für Beate Fischer, verantwortliche Projektleiterin der Powtech, keine Frage. Mit einem Turnus von 18 Monaten hat die Messe beides und beweist damit Fingerspitzengefühl für die Branche. SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz befragte Fischer zur weltweit größten Messe für Pulver-, Granulat- und Schüttguttechnologien, die am 19. April in Nürnberg ihre Pforten öffnet.

Beate Fischer ist verantwortliche Projektleiterin der Powtech in Nürnberg.

SCOPE: Frau Fischer, die Powtech verzeichnete bei ihrer letzten Ausgabe im Jahr 2014 rund 15.000 Besucher und 930 Aussteller. Sie haben im letzten Jahr nun die Verantwortung für die Messe übernommen. Was macht die erste Powtech unter Ihrer Führung für den Besucher interessant?

Beate Fischer: Für die meisten unserer Besucher ist die Powtech im Jahr 2016 ein Highlight, weil sie wie keine andere Messe mit dieser Größe auf den Bereich der mechanischen Verfahrenstechnik fokussiert und dabei die ganze Vielfalt dieses Feldes abdeckt. Wer sich mit der Produktion, Verarbeitung, dem Transport oder der Analyse von Schüttgütern, Granulaten und Flüssigkeiten beschäftigt, wird in Nürnberg viele neue Anregungen finden.

2016 erleben die Besucher zudem ein neu strukturiertes und erweitertes Fachprogramm auf der Messe. In den Hallen wird es drei Fachforen geben, hinzu kommen Sonderflächen wie unser neu geschaffener Bereich „Generation Zukunft“ für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der VDMA beteiligt sich im Rahmen seiner Blue-Competence-Initiative dieses Jahr mit einer neuen Sonderschau zum Thema Nachhaltigkeit. Ein fast schon klassisches Powtech-Thema ist der Explosionsschutz. Dazu wird es 2016 wieder Live-Explosionen mit Erläuterungen im Außenbereich geben. Am 20.04. ist zudem der IND EX Safety Congress parallel zur Messe zu Gast. Die Powtech ist heuer mehr denn je die Wissensplattform für die Prozessindustrie.

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SCOPE: Der 18-Monats-Rhythmus der Messe ist ungewöhnlich und macht sie für den interessierten „Nicht-Insider“ ziemlich unplanbar. Wäre hier nicht ein 2-Jahres-Rhythmus für Aussteller und Besucher leichter zu merken und einzuplanen?

Fischer: Die Powtech wechselt zwischen einer Frühjahrs- und einer Herbstausgabe. In der Prozessindustrie und in angrenzenden Branchen ist der 18-monatige Turnus der Powtech gut etabliert und seit Jahren bekannt. Das zeigen auch die sehr konstanten Aussteller- und Besucherzahlen. Die Taktung passt optimal in den Branchenkalender.

SCOPE: Dieses Jahr setzt der 18-Monats-Rhythmus die Powtech direkt vor die Hannover Messe, die aber seit einigen Jahren das Thema Verfahrenstechnik und Pumpen ebenfalls immer stärker in den Fokus stellt. Was bietet die Powtech dem Besucher, was er auf der HMI nicht findet?

Fischer: Die Powtech bietet einen klaren Zuschnitt auf die mechanische Verfahrenstechnik und spricht alle Branchen an, die auf diese Prozesse angewiesen sind. Das sind insbesondere die Branchen Food und Feed, Pharma, Chemie, Bau-Steine-Erden und Glas-Keramik, aber auch die Anlagenbauer. Hier dreht sich alles um Prozesse wie das Mahlen, Mischen, Dispergieren, Dosieren und damit verbundenes Handling. Die meisten unserer Aussteller bringen ihre neuesten Maschinen und ganze Anlagen mit an den Stand. Prozessexperten können auf der Powtech wie auf keiner anderen Messe Neuentwicklungen begutachten und vergleichen. Verfahrenstechnik steht hier klar im Mittelpunkt und ist eben nicht nur mit dabei.

Das Fachprogramm und die Aussteller der Powtech greifen natürlich auch aktuelle Megatrends wie die Automatisierung oder „Industrie 4.0“ auf. Dies aber stets mit konkretem Bezug zu Anwendungen in der Verfahrenstechnik. Unser Expertenforum in Halle 2 bündelt in Vorträgen und Diskussionen beispielsweise Know-how zu den Themen Prozessautomation, Partikelanalyse und Messtechnik. kf

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