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Artikel und Hintergründe zum Thema

Individuelle Box- und Panel-PCs

Andreas Mühlbauer,

Rechenkünstler ganz individuell

Mit Box- und Panel-PCs stehen heute besonders flexible, robuste und leistungsstarke Systeme als Standard- oder als individuelle Lösung zur Verfügung. In Zeiten sich verändernder Designansprüche in der Industrie bieten die platzsparenden Box-PCs in unterschiedlichen Leistungsklassen eine perfekte Basis, um den nutzerorientierten Bedarf der Industriekunden nach Form und Funktion von HMI-Systemen zu bedienen. Von Silke Machado

Der Bedarf der Industriekunden an Embedded-Box-Systemen ist sehr vielfältig, und deshalb reicht die Angebotspalette von kompakten, lüfterlosen bis hin zu High-Performance-Systemen mit einer Vielzahl an Schnittstellen für rechenintensive Applikationen. © Data Modul

Embedded-Box-PCs für professionelle Anwendungen stehen heute in großer Auswahl zur Verfügung. Der Bedarf der Industriekunden ist sehr vielfältig, und deshalb reicht die Angebotspalette von kompakten, lüfterlosen bis hin zu High-Performance-Systemen mit einer Vielzahl an Schnittstellen für rechenintensive Applikationen. Visual-Solutions-Anbieter wie Data Modul können neben Standard-Lösungen führender Hersteller von Embedded-Box-PCs auch Eigenentwicklungen mit unterschiedlichen zusätzlichen Features anbieten.

Doch welche kundenspezifischen Anpassungen sind grundsätzlich möglich und notwendig? Box-PCs für Embedded-Systeme variieren je nach Hersteller nicht nur in Abmessungen und Gewicht. Abhängig von den Anforderungen und der Performance-Klasse werden Systemlösungen beispielsweise sowohl mit Lüfter als auch lüfterlos angeboten.

Robuste und langlebige Leistungsträger

Standard-Box-PCs erfüllen nicht unbedingt alle erforderlichen Schutzklassen. In manchen mobilen oder Außenanwendungen sind aber nutzungsbedingt hohe Schutzklassen notwendig.

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Box-PC mit verschiedenen Schnittstellen. © Data Modul

Embedded-Box-PCs gibt es grundsätzlich in allen IP (Ingress Protection)-Schutzklassen von 20 bis 65. Das heißt: hohe Stoß- und Schockbelastung bei laufendem Betrieb, Schutz gegen Vandalismus bis hin zum Schutz gegen Strahlwasser. Die erweiterten Temperatureinsatzbereiche bewegen sich in etwa zwischen –20 und 60 °C. Auch hier gibt es kaum Grenzen, wenn am Gehäuse und an der Kühlung beziehungsweise Belüftung nachjustiert wird. Die Gehäuse selbst sind in unterschiedlichen Materialien wie Kunststoff oder Metall realisierbar und lassen sich damit auch im Look-and-Feel einer kompletten Produktfamilie ausführen.

Weitere mögliche kundenspezifische Konfigurationen betreffen den benötigten Speicher, die SSD, das Betriebssystem und die Mechanik. Data Modul beispielsweise erweitert die eigenentwickelten Standard-Box-PCs um weitere, vom Kunden benötigte Schnittstellen. Um Kabel zu einzusparen, gibt es aktuell auch Lösungen via USB Type C Alternate Mode – unter Designaspekten heute sozusagen ein „Must-have“. Auf Wunsch sind auch speziell für die verschiedenen Anwendungsbereiche entsprechende Zertifizierungen möglich, wie zum Beispiel CE, Marine oder ISO 13485. Die Leistung lässt sich durch den Austausch der Rechnereinheit anpassen und bedarfsgerecht erweitern.

Für Industriekunden, die in ihrer Applikation keine abgesetzte Box, sondern ein integriertes Display wünschen, bietet Data Modul komplettierte Panel-PCs an. Der Visual-Solutions-Anbieter hat deshalb sogar ein eigenes SBC-Format für Slim-PPCs (Slim Panel PC) entwickelt, um den gestiegenen Designansprüchen der Industriekunden gerecht zu werden.

Aufbau eines Embedded-Displaysystems. © Data Modul

Schlanke Abmessungen, großer Spielraum
Schlanke HMIs sind nach Vorlage aus dem Consumermarkt (Smartphone, Tablet) mittlerweile auch im Industriesektor stark gefragt. Mit Abmessungen von 130 mm × 80 mm bietet das entstandene PPC-Format 30 Prozent mehr Platz in der Breite und ermöglicht somit einen größeren Spielraum für Schnittstellen als der Motherboard-Formfaktor Pico-ITX (100 mm x 72 mm). Um den maximalen Bauraum beispielsweise hinter einem 7"-LCD auszunutzen, wurden die Abmessungen im Vergleich zum Pico-ITX erweitert. Die geringe Höhe erreicht die Baugruppe durch eine in die Platine integrierte Ethernet-Buchse. Immer stärker gefragt sind Panel-PCs mit PCAP-Touch-Sensoren und bei Bedarf einem zusätzlichen Schutzglas.

Im Grunde ist heute nahezu jeder Embedded-Industriekundenwunsch erfüllbar. Wichtig bleibt im Industriebereich die Qualität der Komponenten, denn sie ist die Garantie für Langlebigkeit und Flexibilität in der Umsetzung der kundenspezifischen Anpassungen. 

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