Sicherheitsscheiben

HEMA Sicherheitsscheiben schützen vor Kühlschmierstoffen

Kühlschmierstoffe können die Sicherheit und Gesundheit von Maschinen-Bedienern gefährden. Aus diesem Grund rüsten Unternehmen wie der Werkzeugmaschinenbauer Pittler T&S aus Dietzenbach ihre Anlagen mit vollständig gekapselten Sicherheitsscheiben von Hema aus. Für den optimalen Blick in den Maschineninnenraum bieten die Sicherheitsexperten zusätzlich das Visiport-Drehfenster an, das durch seine schnelle Rotation nicht verschmutzen kann.

Die transparenten, extrem harten Perlucor-Keramik-Fliesen von CeramTec (re.) schützen die Sicherheitsscheiben von Hema in abrasiven Anwendungen vor einem Erblinden.

Kühlschmierstoffe (KSS) kommen in der spanenden Fertigung in immer größeren Mengen zum Einsatz. Sie sorgen für eine effektive Kühlung der Werkzeuge und erhöhen gleichzeitig die Oberflächengüte der Werkstücke. Für den Fertigungsprozess sind die Kühlschmierstoffe inzwischen unentbehrlich: Rund 70.000 t an wassermischbaren und nicht-wassermischbaren Kühlschmierstoffen wurden 2016 laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in der metallbearbeitenden Industrie verbraucht.

So nützlich die Kühlschmierstoffe sind, so wichtig ist ein sorgsamer Umgang mit ihnen. Vorsicht ist vor allem bei Maschinen mit hohen Schnittgeschwindigkeiten und offenporigen Schleifkörpern geboten: Hier entstehen beispielsweise bei wassergemischten KSS erhöhte Aerosol- und Dampfkonzentrationen in der Luft. Diese vernebelten KSS enthalten oft krebserregende Nitrosamine oder Keime, die Infektionen begünstigen. Darüber hinaus können sie Hauterkrankungen oder -entzündungen (etwa bei Mikroverletzungen) verursachen. Nicht zuletzt verschmutzen Kühlschmierstoffe die Produktionsräume und gefährden die Sicherheit des Personals durch die Bildung rutschiger Flächen. Die Kontamination des Arbeitsplatzes mit KSS sollte deshalb auf ein Minimum reduziert werden.

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Die DVS Gruppe, zu der Pittler T&S gehört, stattet ihre Bearbeitungszentren deshalb seit 2010 mit den komplett versiegelten Sicherheitsscheiben von Hema aus. Diese bestehen aus einer Polycarbonat- und einer Sicherheitsglasscheibe und sollen bedeutend mehr Schutz bieten als die einfachen Polycarbonatscheiben (PC), die in vielen Werkzeugmaschinen verwendet werden. Letztere sind ständig der Benetzung mit Kühlschmiermitteln ausgesetzt und werden deshalb schnell brüchig. In der Folge verlieren die Scheiben ihre Fähigkeit, sich zu verformen, und schützen den Bediener nur noch bedingt vor umherfliegenden Spänen und Werkstückteilen. Auch die Dichtigkeit der Scheiben nimmt durch den Verschleiß deutlich ab, sodass Kühlmittel-Dämpfe schnell nach außen gelangen können.

PC-Maschinensicherheitsscheiben von Hema sind dagegen nicht nur abriebfest beschichtet, sondern auch arbeitsraumseitig mit einer Scheibe aus Sicherheitsglas kombiniert. Dank einer Kapselung und Versiegelung ist dieser Sicherheitsscheibenverbund gegen äußere Einflüsse dauerhaft geschützt. Die Wirksamkeit des Schutzes wurde in Tests bestätigt: So liegt der Durchdringungswiderstand der bei Pittler verwendeten 12 mm starken PC-Scheiben bei einer Aufprallprüfung nach DIN EN 12415 mit einem 100-g-Projektil bei beachtlichen 1.125 Nm.

Die umlaufende Versiegelung sorgt aber nicht nur für Stabilität, sie verhindert auch, dass KSS zur Polycarbonatscheibe vordringen und sie angreifen können. Die PC-Scheibe behält deshalb ihre Schutzeigenschaften über einen deutlich längeren Zeitraum als einfache, ungeschützte PC-Scheiben.

Für optimale Sicht in den Maschineninnenraum sorgen Visiport-Drehfenster, die so schnell rotieren, dass sich an ihnen kein Schmutz festsetzen kann.

Die robusten Sicherheitsscheiben aus Polycarbonat und Sicherheitsglas liefert Hema auf Wunsch mit einem Aluminium- oder Edelstahlrahmen. Der Rahmen bietet zusätzliche Stabilität und ist mit ausreichend Überdeckung konstruiert, sodass aufprallende Teile ihn nicht durchschlagen können. Pittler bezieht von Hema beispielsweise 510 x 940 x 25 mm große Verbundscheiben mit VA-L-Rahmen.

Härter als Glas

Für abrasive Anwendungen wie etwa Strahlkabinen hat Hema jetzt eine Scheibe mit einer extrem harten, transparenten Perlucor-Keramik-Auflage von CeramTec entwickelt, die diesen Belastungen dauerhaft standhalten soll. Die Auflage ist deutlich härter als Glas und weist die drei- bis vierfache Festigkeit auf. Sie schützt die Scheiben nicht nur vor harten Spänen, sondern auch vor hochkonzentrierten Säuren, Laugen und Kühlschmierstoffen.

Basis aller Sicherheitsscheiben von Hema sind geprüfte Polycarbonat-Qualitätsscheiben mit einer leistungsfähigen Oberflächenbeschichtung, die gegen Chemikalien, Abrieb und Verkratzung schützt. Die Sicherheitsscheiben werden in allen handelsüblichen Größen gefertigt, wobei das Grundmaterial stets aus 4 bis 15 mm starken PC-Platten besteht, die auf der Maschineninnenraumseite zusätzlich mit Einscheiben- oder Verbundscheibensicherheitsglas verstärkt werden. Hema kombiniert die Materialien PC, Folie und Glas individuell je nach Kundenwunsch. Im Regelfall kommen aber Verbundglasscheiben zum Einsatz, da sie bei einer Beschädigung eine sehr geringe Zersplitterung aufweisen, das Verletzungsrisiko deshalb gering ist und die Maschine kürzere Reinigungs- und Standzeiten hat. Die von Hema verwendeten Scheiben und Komponenten werden von unabhängigen Instituten auf ihr Rückhaltevermögen getestet.

Klare Sicht trotz Gischt

Für eine optimale Sicht auf den Fertigungsprozess stattet Hema seine Sicherheitsscheiben auf Wunsch zusätzlich mit Visiport-Drehfenstern aus. Die Fenster rotieren extrem schnell und können deshalb nicht durch umherspritzende Kühlschmierstoffe verunreinigt werden. Der Maschinenbediener hat auf diese Weise einen ungetrübten Blick auf die Vorgänge in der Maschine, die Ergonomie und Produktivität der Anlage wird erheblich verbessert. Visiport-Drehfenster eignen sich für alle Arten von CNC-Hochgeschwindigkeitsfräs- und Drehmaschinen sowie für Bearbeitungszentren. Der Einbau kann sowohl in der OEM-Erstausrüstung als auch nachträglich erfolgen.

Die DVS-Gruppe schätzt die Sicherheitsscheiben von Hema wegen ihrer hohen Rückhaltefähigkeit und ihrer langen Lebensdauer. Für die Scheiben hatte sich das Unternehmen seinerzeit entschieden, weil es schon seit vielen Jahren erfolgreich Faltenbälge, Teleskop-Stahlabdeckungen und Abstreifer von Hema einsetzte. „Wir waren nicht nur mit den Produkten, sondern auch mit dem Service und der Beratung immer sehr zufrieden“, berichtet DVS-Marketingreferent Oliver Koch. cs

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