Photoreaktives 3D-Druck-Material

Mara Hofacker,

Beständig gegen Flammbarkeit, Rauch und Toxizität

Seit der Ankündigung ihrer Zusammenarbeit im Februar 2019 haben Henkel und Origin daran gearbeitet, durch die Optimierung von Druckprozessen neue Materialien zu entwickeln, die aktuelle Grenzen in der additiven Fertigung überwinden. Als ein Ergebnis dieser Partnerschaft bringt Henkel nun ein neuartiges 3D-druckbares Photopolymer für Origin One Drucker auf den Markt, das gegen Flammbarkeit, Rauch und Toxizität beständig ist.

Das neuartige Photopolymer ermöglicht den 3D-Druck von Anwendungen mit hohen Standards für den Feuerschutz wie Luftdruckdüsen für Flugzeugkabinen. © Henkel

Das neue photoreaktive Material wird derzeit auf der Formnext in Frankfurt vorgestellt. Es erfüllt sowohl die Normen für Brandschutz, Rauch und Toxizität UL 94-0 für schwer entflammbare 3D-Druck-Materialien als auch die industrieführenden 12 und 60 Sekunden langen vertikalen Brandschutztests für Luftfahrtanwendungen. Das Produkt soll damit neue Standards setzen für die Beständigkeit gegen Entflammen, Rauch und Toxizität von 3D-Druck-Materialien in zahlreichen Märkten wie der Luftfahrt- und Automobilindustrie.

Henkel hat für sich das Ziel formuliert, Begrenzungen im Bereich der additiven Fertigung zu überwinden. Durch die Kombination von Software, Datenanalysen und chemischen Formulierungen bringt das Unternehmen neue Materialien in industrieller Produktionsqualität für den 3D-Druck auf den Markt. Mit der Einführung seiner offenen Materialplattform verfolgt es zudem einen verstärkt integrativen Ansatz und arbeitet direkt mit Druckerherstellern und Systemanbietern für neue Anwendungen zusammen.

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Flamm-, rauch- und toxizitätsbeständige Demo-Anwendungen des neuen Photopolymer, die auf dem Origin-One-Drucker produziert wurden: elektrische Rundstecker und L-förmige Rohrverbindungsstücke. © Henkel

Das neue Material zeigt das Potenzial offener Kooperationen im 3D-Druck. Die Entwicklung basiert auch auf den Leistungseigenschaften des Origin One Druckers. Die Technologie von Origin ermöglicht den 3D-Druck einer Vielzahl unterschiedlicher chemischer Formulierungen mit hervorragender Gerätetechnik, Druckprozesskontrolle und Software-Tools für die Feinabstimmung des Druckprozesses. Mit seiner programmierbaren Photopolymerisations-Technologie (P³) kann das Unternehmen Licht, Temperatur und andere Bedingungen präzise aufeinander abstimmen und die Drucke in Echtzeit für das bestmögliche Ergebnis automatisch optimieren.

Ein Video über die Entwicklung und die Eigenschaften des Materials sehen Sie hier.

Formnext: Halle 12.1, Stand C41

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