3D-Werkzeugbaulösung VISI

Ausgereifte Module für den Stanzwerkzeugbau

Seit bald fünf Jahrzehnten zählt Koch Werkzeugbau zu den gefragten Lösungsanbietern für anspruchsvolle Stanz- und Umformtechnik. Zu den Spezialitäten zählt das Tiefziehen im Folgeverbund, was den Wuppertalern einen hohen Bekanntheitsgrad eingebracht hat. Und die Zeichen stehen auf Expansion: Nicht nur die Dienstleistungen rund um das Werkzeug wurden stark erweitert, sondern auch der CAD- und CAM-Bereich ist erneuert und komplett auf die integrierte 3D-Werkzeugbaulösung VISI umgestellt worden.

Das Spektrum der Teile, die mit von Koch gebauten Werkzeugen produziert werden, erstreckt sich von der millimetergroßen Präzisionshülse über präzise schließende Verschlusskappen bis hin zum mehrere Zentimeter langen Tief-ziehteil für den Struktur- und Karosseriebereich von Autos.

Eine wesentliche Rolle spielt bei Koch die komplett durchgängige CAD- und CAM-Struktur, die sich von der Konstruktion bis hin zu den Fräs- und Erodiermaschinen und zur Montage erstreckt. Diese Aufgabe wird seit gut drei Jahren von der Software VISI übernommen. „Wir haben uns unter anderem deshalb für VISI entschieden, weil dieses System nicht nur sehr ausgereifte Module für den Stanzwerkzeugbau bietet, sondern auch, weil es bei Konstruktion und NC-Programmierung mit demselben Datenmodell auf Basis von Parasolid arbeitet und über alle Bereiche hinweg über die gleiche selbsterklärende Bedienphilosophie verfügt,“ erklärt Juniorchef Benjamin Koch. „Dies ist deshalb wichtig, weil nicht nur an den drei Konstruktions-Arbeitsplätzen mit dem 3D-Flächen- und Volumen-Modellierer VISI Modelling zusammen mit dem Schnitt- und Stanzwerkzeug-Modul VISI Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau) sowie Zuschnittsberechnung (VISI Blank) gearbeitet wird, sondern auch in der Arbeitsvorbereitung.“

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Denn in der AV findet außerdem die NC-Programmierung statt, weshalb es hier drei weitere VISI-Installationen gibt. Zusätzlich sind die CAM-Module VISI Machining 3+2D zum Fräsen sowie VISI PEPS Wire zum 2- bis 4-Achsen-Drahterodieren installiert. Hier werden die NC-Programme für die zwei Bearbeitungszentren sowie für die beiden Drahterodiermaschinen mit VISI Machining vom Solid beziehungsweise von der Fläche abgeleitet und zu den Maschinensteuerungen geschickt.

Seniorchef Bernd Koch und sein CAD-Arbeitsplatz, an dem VISI installiert ist: „Von der Konstruktion bis zur Montage wollten wir eine einheitliche Lösung haben.“

Bereits während der Nachfrage- und Angebotsphase kommt bei Koch VISI zum Einsatz. Die Wuppertaler machen bei jeder Anfrage grundsätzlich ein Streifenlayout und loben in diesem Zusammenhang das Arbeiten mit dem Modul VISI Blank, das aus dem vom Kunden angelieferten 3D-Modell auf Basis einer Materialdatenbank eine 2D-Platine in der gewünschten Blechdicke simultan ‚platt drückt’. Mit VISI Progress wird die Platine dann abgewickelt, die einzelnen Biegestationen definiert und anschließend das Streifenlayout erzeugt. Auf dieser Basis können exakt kalkulierte Angebote erstellt werden. Die nachfolgende Layoutbesprechung beim Kunden hat sich dank VISI ebenfalls verändert, schließlich präsentiert man jetzt das Layout am 3D-Modell per Laptop und Beamer. Nach Berücksichtigung eventueller Änderungen oder Ergänzungen startet die eigentliche 3D-Konstruktion, bei der dann das Werkzeug sozusagen um das Streifenlayout herum aufgebaut wird. Spätestens hier macht sich positiv bemerkbar, dass es sich bei VISI Modelling um einen sogenannten Hybrid-Modellierer handelt. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Fähigkeit, den – im 3D-CAD- und CAM-Bereich weitverbreiteten – Parasolid-Kern für die Volumenmodellierung mit der Flächenmodellierung zu kombinieren, was im Werkzeugbau ein wesentlich schnelleres und flexibleres Arbeiten ermöglicht.

Präzision gefragt: Folgeverbundwerkzeug und die damit produzierte tiefgezogene Abdeckkappe als Streifenlayout; die Maßtoleranz des Tiefziehteils beträgt nur wenige hundertstel Millimeter.

Nach erfolgter Freigabe beginnt die Fertigung. Es wird gefräst, gedreht, gehärtet, geschliffen oder drahterodiert und anschließend die Bauteile gemeinsam mit den Normalien zusammengesetzt. Auch bei Letzterem kommt VISI wieder ins Spiel – und zwar mit dem VISI Viewer, der in der Montage auf einem PC installiert ist. Damit können die Mitarbeiter sich anhand des CAD-Modells sofort ein Bild machen, wohin das betreffende Bauteil im Werkzeug gehört und wie es montiert wird. „Wir arbeiten jeden Tag mit VISI – das System ist dank des überzeugenden Branchenkonzepts perfekt auf unsere Belange abgestimmt. So benötigen wir vom Auftragseingang bis hin zum abgemusterten Werkzeug im Schnitt nur noch 16 Wochen,“ zieht Seniorchef Bernd Koch ein positives Fazit. „Die CAD/CAM-Lösung ist für uns einfach top geeignet, auch wegen des durchgängigen Datenmodells und des selbsterklärenden Bedienkonzepts. VISI ist es gelungen, dass 3D im Werkzeugbau wirklich einfach geworden ist.“

 Mecadat auf der Moulding Expo, Halle 4, Stand C52

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