3D-Drucker für neue Anwendungen

Mara Hofacker,

Druckt faserverstärkte Funktionsbauteile

Auf der Formnext 2019 präsentiert Arburg interessante technologische Fortschritte seiner Freeformer für die industrielle additive Fertigung. Der Freeformer 300-4X mit vierachsigem Bauteilträger inklusive Rotationsachse wird künftig neue Anwendungen im Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) möglich machen. Bei der neuen Maschine können Endlosfasern zugeführt und mit Kunststoff ummantelt werden, um etwa Funktionsbauteile lokal zu verstärken.

Blick in den Bauraum des Freeformers 300-4X: Die Glas- oder Karbonfasern werden über eine Rolle zugeführt und gezielt auf dem Bauteilträger abgelegt. © Arburg

„Auf der Formnext 2019 zeigen wir als technologisches Highlight einen Freeformer 300-4X, der über eine zusätzliche vierte Rotations­achse und eine Faserzuführeinheit verfügt. Damit lassen sich im AKF-Verfahren nun auch langfaserverstärkte Bauteile herstellen“, so Martin Neff, Abteilungsleiter Arburg Kunststoff-Freiformen bei Arburg.

Der Freeformer 300-4X wurde auf Basis des Freeformers 300-3X entwickelt und verfügt ebenfalls über drei Austragseinheiten. Das neue Herzstück ist ein vierachsiger Bauteilträger. Er bewegt sich nicht nur in x-, y- und z-Richtung, sondern kann dank der zusätzlichen c-Achse auch Rotationsbewegungen ausführen. Dadurch lassen sich faserverstärkte, belastbare Funktionsbauteile aufbauen. Endlosfasern aus Glas oder Karbon werden über eine Rolle zugeführt und gezielt auf dem Bauteilträger abgelegt. Dabei werden sie sofort mit Kunststoff umbettet und auf die gewünschte Länge zugeschnitten.

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Additive Fertigung sogar im Reinraum

Für den Freeformer 300-4X hat Arburg eine vierte Achse entwickelt, die eine Rotationsbewegung des Bauteilträgers ermöglicht. © Arburg

Die Freeformer decken ein breites Spektrum für die industrielle additive Fertigung ab. Der Freeformer 300-3X kann drei Komponenten zu komplexen Funktionsbauteilen in belastbarer Hart-Weich-Verbindung mit Stützstruktur verarbeiten. Der Freeformer ist reinraumtauglich und besonders gut geeignet für Anwendungen in der Medizintechnik. Über optionale Schnittstellen lässt er sich zudem bei Bedarf automatisieren und in komplette Fertigungslinien integrieren.

Alle Freeformer arbeiten im AKF-Verfahren auf Basis qualifizierter Standardgranulate. Die Anwender können mit dem offenen System ihre eigenen Originalmaterialien verarbeiten und Tropfengröße sowie Prozessführung selbst optimieren. Oder sie greifen auf die Arburg-Materialdatenbank mit Referenzmaterialien zu. Dazu zählen zum Beispiel auch sehr weiches TPU, PLLA und FDA-zertifizierte Werkstoffe für die Medizintechnik.

Formnext: Halle 12.1, Stand D121

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