3D-Druck-Materialien

Andreas Mühlbauer,

Prototypen und Endanwendungen aus Nylon

MakerBot, eine Tochtergesellschaft von Stratasys, hat Nylon in sein wachsendes Materialportfolio aufgenommen. Insgesamt gibt es nun acht Materialien für die Method-Plattform von MakerBot. Das Unternehmen fördert weiter die Verbreitung von industrieller additiver Fertigung.

Nylon ist flexibel und hat gute thermische Eigenschaften. © MakerBot

Nylon ist äußerst beständig gegen Abrieb und wird häufig zur Fertigung von Prototypen und Endanwendungen verwendet. Wegen seiner hohen Biege-, Zug- und Schlagfestigkeit hat das Material hervorragende mechanische Eigenschaften und ist bestens geeignet für Anwendungen, die repetitive Bewegungen oder Kraftanwendung erfordern. Hierzu zählt die Fertigung von Werkzeugen und Vorrichtungen, Gelenkbauteilen, Schnappverbindungen, Biegescharnieren, Zahnrädern und Lufteinlässen. Durch Abrieb entsteht bei diesen Bauteilen häufig hohe Wärme, daher muss das Material flexibel sein, um mit anderen Bauteilen interagieren zu können. Es hat zudem gute thermische Eigenschaften und ist bis zu 180 °C hitzebeständig.

Nylon ist feuchtigkeitsempfindlich und kann Wasser aus der Luft leicht absorbieren. Diese Tendenz der Fasern kann selbst in leicht feuchter Umgebung dazu führen, dass verzogene und deformierte Bauteile entstehen. Die versiegelten Materialkammern des Method schützen das Material vor schädlicher Feuchtigkeit. Mit einem neuen Element zum Trocknen von Spulen können Kunden in der beheizten Baukammer des Method X zudem Nylonspulen trocknen, die Feuchtigkeit aufgenommen haben.

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Eine Reihe eingebauter Sensoren sorgt zudem dafür, dass Materialien in optimaler Umgebung gelagert werden. Außerdem lasen sich mit dem wasserlöslichen PVA-Stützmaterial von MakerBot komplexe Geometrien drucken. Das Nylonmaterial ist voraussichtlich ab Anfang 2020 lieferbar und in schwarz erhältlich.

Formnext, Halle 1.1, Stand F99

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